Unsere Millenium-Tour durch Westaustralien...




17. Tag:

Um 6:00 Uhr standen wir auf und setzten uns zum Frühstück hinter unseren Camper. Wir konnten eine ganze Reihe bunte Papageien beobachten, nach einer Weile kam mit ungeheurem Gekreische ein großer Schwarm weißer Kakadus und setzte sich auf die Wiese am Wasser. Gegen 8:00 Uhr sind wir dann aufgebrochen und weiter auf der Gibb River Road gefahren. Unterwegs boten sich atemberaubende Ausblicke auf das Kimberly Plateau, in die Täler hinein und auf den im Tal fließenden Pentecost River. Nach einer längeren Fahrt bergab standen wir plötzlich am Ufer dieses majestätischen Flusses. Die Furt war gut 150 Meter breit und wurde nur von zwei Reihen von Steinen im Wasser markiert . Die Tiefe konnten wir nicht abschätzen und an beiden Ufern standen schon einige Autos. Wir waren erst mal ziemlich skeptisch, aber eigentlich war die Gibb River Road zwischen Jack´s Waterhole und dem Great Northern Highway für alle Fahrzeuge (auch PKW ohne 4WD) freigegeben, also schalteten wir den Allradantrieb zu, stellten die niedrige Übersetzung ein und rollten in den Fluß hinein. Am Anfang ging es recht sanft hinein, es wurde jedoch immer tiefer und der Boden schien aus großem Geröll zu bestehen. Wir hatten auch den Eindruck, als hätte ein Rad mal den Kotakt zu Boden verloren oder das Geröll hätte unter unserem Buschie nachgegeben. Aber wir konnten die Räder immer am Drehen halten und kamen unbeschadet auf der anderen Seite wieder heraus. Immerhin stand das Wasser wohl bis über die unteren Heckleuchten (eine davon funktionierte später auch nicht mehr), zumindest aber war wieder das Trittbrett des Bushcampers unter Wasser. Nachdem wir wieder auf dem Trockenen standen, setzten sich -einer nach dem anderen- auch die anderen Fahrzeuge in Bewegung und durchquerten den Fluß. Offensichtlich hatten sie nur abgewartet, bis es einer mal vormacht, um die Wassertiefe abschätzen zu können. Unserer Meinung nach war eine Freigabe für PKW hier jedenfalls die falsche Entscheidung, aber für unseren Buschie war es eigentlich keine große Hürde. Wir fuhren weiter bis zur Emma Gorge. Diese liegt auf dem Privatgrund der El Questro Station, die offensichtlich die gesamte Region hier dominiert. Hier herrschte der totale Kommerz, eine Menge Reisebusse und geführte Touren kamen hier an und selbst für den Walking Track zur Gorge mußten pro Person A$ 5 berappt werden. Entsprechend überlaufen war auch der Weg, wir haben da mehr Leute getroffen, als bisher auf der gesamten Gibb River Road. Die Gorge selbst war aber nicht so überlaufen und wunderschön, ein großer Wasserfall ergoß sich in einen Pool, an der Seite rieselte auch ein wenig Wasser herunter, das je nach Wind auch im Pool oder auf dem Strand niederging. Das Wasser im Pool war eiskalt und es kostete doch einiges an Überwindung, einige Minuten darin zu schwimmen. Als dann wieder mehr Leute kamen, wanderten wir wieder zurück und fuhren weiter, bis die Gibb River Road am Great Northern Highway endete . Hier trafen wir Leute, die sich bei uns nach dem Zustand der Straße erkundigten und uns dafür den Tip gaben, in Wyndham vollzutanken, da es in Kununurra wesentlich teurer sei. Also sind wir erst mal in Richtung Wyndham gefahren und haben den Blick vom Five-Rivers-Lookout genossen. Von da aus sieht man, wie Durack, Pentecoast, Forrest, Ord und King River vor Wyndham zusammenfließen um dann ins Meer zu münden. Dann sind wir nach Wyndham hineingefahren, haben an der Esso am Ortseingang vollgetankt und uns von der Angestellten noch einige Tips für Sehenswürdigkeiten geben lassen. Da wir aber ohnehin nicht lange hier bleiben wollten, sind wir nur mal kurz durch den Ort gefahren und haben uns im Vorbeifahren den Hafen, das alte Hotel und den Dreamtime Park, ein den Ureinwohnern gewidmetes Denkmal mit überlebensgroßen Bronzefiguren, angeschaut. Dann haben wir uns auf den Weg nach Kununurra gemacht, sind aber unterwegs noch zu `The Grotto` abgezweigt und bis zum Pool hinuntergewandert. Dann fuhren wir ohne weiteren Stop nach Kununurra. Am Ortseingang fanden wir gleich den Airport, wo wir bei Alligator Airways für den nächsten Morgen 6:00 Uhr einen Scenic Flight über Lake Argyle und die Bungle Bungles buchten. Dann sind wir in die Stadt gefahren und haben bei Coles und im Bottleshop ein wenig eingekauft, bevor wir zum Kona Lakeside Campground fuhren und dort für diese Nacht eincheckten (A$ 18). Wir aßen Abendbrot, nahmen eine Dusche, tranken noch ein Glas Wein und gingen beizeiten schlafen, denn morgen war zeitiges Aufstehen angesagt.


18. Tag:

Um 4:30 Uhr sind wir aufgestanden und haben zwei Muffins und ein Glas Schokomilch zum Frühstück genommen. Punkt 5:30 Uhr hat uns der Alligator Airways Pickup Service abgeholt und zum Flughafen gebracht. Den Rundflug (135 min., A$ 170 pro Person) haben wir mit noch vier anderen Touristen in einer Cessna 207 gemacht. Zuerst ging es über den Lake Argyle, dann weiter zu den Bungle Bungles, wo der Pilot zwei Schleifen gedreht hat und wir wirklich spektakuläre Ausblicke genießen konnten. Auf dem Rückweg sind wir über die Argyle Diamond Mine geflogen und immer wieder konnte man Buschfeuer sehen. Nachdem wir wieder am Boden waren und zum Campground zurückgebracht wurden, sind wir in die Stadt gefahren und haben uns in einer Bakery zwei Long Black und Donuts zum zweiten Frühstück gegönnt. Dann haben wir noch ein paar Souvenirs gekauft und sind anschließend zum Kellys Knob Lookout gefahren. Dort sind wir erst mal am Carpark vorbei und durch ein kleines Tor weiter nach oben gefahren, zwei andere Autos hinter uns her. Oben angekommen hatten wir zwar eine phantastische Aussicht, allerdings standen wir vor einer Satellitenschüssel, die offensichtlich gerade gewartet wurde, und hatten kaum Platz zum Umlenken. Die anderen beiden Autos mußten rückwärts den schmalen Weg zurück und der Mechaniker, der gerade an der Anlage arbeitete, schüttelte nur mit dem Kopf. Wir drehten, fuhren das Stück wieder hinunter zum Carpark und gingen den anderen Leuten hinterher zu einer kleinen Bank. Der Fahrer des einen Autos lächelte uns an und meinte nur: "Never follow a Britz-Camper". Wir erklärten Ihm, daß das wohl nur der Herdentrieb sei, wie bei den Schafen. Hier an der Bank war die Aussicht nicht mehr ganz so toll wie ganz oben und nachdem wir uns ein bißchen umgesehen hatten, entdeckten wir einige Stufen, die zu einem Lookout führten. Wir liefen zu den Stufen, Andreas machte kurz "määääh" und der andere Mann sagte lächelnd zu seiner Frau und den Kindern: "C´m on, let´s follow these people again". Hier oben war die Aussicht schon etwas besser, wir schauten auf Kununurra, das Hidden Valley und die sich im Hintergrund erhebenden Kimberlys. Anschließend fuhren wir zum Hidden Valley, wanderten entlang der Walking Tracks und genossen die schönen Ausblicke. Zum Mittag kehrten wir in die Stadt zurück, wo wir zunächst unsere letzten Travellers Cheques tauschten. Wir fragten die Frau hinter dem Schalter, ob sie uns ein gutes Restaurant empfehlen könne und sie schickte uns zum `Chopsticks`, wo wir einen guten Barramundi bekamen. Danach fuhren wir noch zu Ivanhoe Crossing, allerdings war ziemlich heftiges Hochwasser, so daß mit Sicherheit kein Auto durch den Fluß fahren konnte. Selbst das Picknick Area war überflutet und direkt daneben stand ein Schild, das vor Salzwasserkrokodilen warnte. Wir statteten der Top Rockz Gallery noch einen Besuch ab und verließen schließlich Kununurra. Bald erreichten wir die Grenze zum Northern Territory (die Fruchtfliegenkontrolle gab es zum Glück nur in der Gegenrichtung) und kurz danach den Eingang zum Keep River N.P. Hier wollten wir eigentlich die Aboriginal Rock Arts ansehen, aber fast der gesamte Park war noch wegen heftiger Flutschäden gesperrt. Also fuhren wir weiter bis zum Gregory N.P., genossen den Blick von einem Lookout auf den Victoria River und gingen dann zur Visitors Information. Wir erfuhren, daß auch hier die meisten Walking Tracks noch gesperrt waren, zur Limestone Gorge und der Jasper Gorge war kein Durchkommen. Also beschlossen wir, eventuell morgen noch ein Stück von diesem Park zu erkunden und fuhren erst mal weiter bis Timber Creek. Hier besichtigten wir die Old Police Station (das Museum hatte allerdings schon geschlossen) und fuhren dann bis zum Wayside Inn. Dort stellten wir uns auf einen Powered Site (A$ 15) und gingen zum Abendessen in den Pub. Der war zwar sehr klein, dafür aber echt urig und wir bekamen Lammkotelett und Rumpsteak in allerbester Qualität zu einem wirklich guten Preis. Wir tranken noch ein Schlückchen und schwatzten ein bißchen mit dem Wirt, der uns erzählte, daß er im September auf große Europareise gehen will.


19. Tag:

Als wir am Vortag ins Northern Territory gekommen waren, hatten wir unsere Uhren um 1 1/2 Stunden vorstellen müssen. Daher konnten wir heute mal wieder richtig ausschlafen, obwohl wir um 7:00 Uhr aufgestanden sind... Wir haben hinter unserem Camper gefrühstückt und um uns herum wurden bereits nach und nach die Rasensprenger angestellt. Auch sonst machte der Zeltplatz übrigens einen sehr gepflegten Eindruck. Nach dem Frühstück fuhren wir wieder los, konnten aber außer Old Victoria River Crossing, dem Kuwang Lookout und einer etwa einstündigen Wanderung zum Escarpment Lookout nicht mehr vom Gregory N.P. sehen, da an den meisten Straßen und Tracks noch gearbeitet wurde. Nur die mehrtägigen 4WD Tracks waren passierbar, aber so viel Zeit hatten wir nicht. So waren wir gegen Mittag schon am Victoria River Roadhouse, wo wir zwei Veggie Pasties aßen und dann weiter bis Katherine fuhren. Dort haben wir erst mal nur vollgetankt und sind dann weiter zu den Cutta Cutta Caves gefahren, wo wir um 15 Uhr eine geführte Tour mitmachen und die Höhle besichtigen konnten . Anschließend fuhren wir zurück nach Katherine und gingen ins Visitors Office, um zu sehen, wie wir am nächsten Tag am besten die Katherine Gorge erkunden können. Die mehrstündigen Cruises ließen wir gleich als Massentourismus links liegen und entschieden uns für ein Doppelkanu für den ganzen Tag (A$ 51). Danach gingen wir noch kurz im Woolworth einkaufen und fuhren schließlich in den Nitmiluk N.P. zum Katherine Gorge Caravan Park. Schon unterwegs sahen wir eine Menge Wallabies am Straßenrand und zum Abendessen kamen sogar einige zu uns an den Camper und ließen sich füttern. Einfach toll. Später sind wir noch zur Telefonzelle gebummelt und haben bei Qantas angerufen, um unseren Rückflug zu bestätigen. Dann haben wir uns mit einer Flasche Wein hinter unseren Buschie gesetzt und ein paar Postkarten geschrieben. Schließlich gab es noch eine warme Dusche und dann haben wir uns in unsere Schlafsäcke zurückgezogen. Aber so schnell wurde es mit dem Schlaf nichts, weil nachts einige Fledermäuse kamen und sich mit einem ungeheuren Geschrei in die Bäume über den Toiletten hängten...


20. Tag:

Die Fledermäuse haben nachts zwar einen Höllenlärm gemacht, aber wir konnten dennoch sehr gut schlafen. Nach dem Frühstück sind wir zum Kookaburra Kanuverleih gelaufen, wo wir gegen 8:00 Uhr unser Kanu übernommen haben und losgepaddelt sind. Nach knapp einer Stunde hatten wir das Ende der ersten Gorge erreicht und sahen uns erst mal die Aboriginal Rock Paintings an. Dann mußten wir unser Kanu um die Stromschnellen herum zum Beginn der zweiten Gorge tragen. Dieser Weg war doch ziemlich lang und so versuchten wir, den ersten Teil, wo das Wasser noch tief genug war und es nicht so viele Steine gab zu paddeln. Gegen die schnelle Strömung war das recht schwierig und wir wurden ziemlich naß. Nur gut, daß wir für Foto- und Videoausrüstung sowie unsere Picknickvorräte eine (fast) wasserdichte Tonne bekommen hatten. Im zweiten Anlauf schafften wir es dann und trugen das Kanu den Rest der Strecke. Dann sind wir durch die zweite Gorge gepaddelt, bis auch hier Stromschnellen die Zufahrt zur dritten Gorge verhinderten. Hier war der Weg aber nicht so lang und wir konnten das Boot vom Rand aus ziehen. Die dritte Gorge war recht kurz, bot aber einige schöne Ausblicke auf Wasserfälle. Wir paddelten bis zu Ende, zogen hier unser Boot an Land und machten erst mal ein Picknick. Dann liefen wir ein Stück und schauten in die vierte Gorge hinein. Hier gab es ziemlich viele Stromschnellen und Steine, so daß wir das Boot wohl durch die gesamte Gorge hätten ziehen oder tragen müssen. Also kehrten wir hier um, ließen uns langsam stromab treiben, schauten uns die Wasserfälle an und machten noch zwei Picknick Stops. Auf die Walking Tracks, die es an der Gorge entlang gab, hatten wir allerdings keine Lust mehr, wir waren in den letzten Tagen so viel gewandert und faulenzten lieber ein bißchen. Gegen 16:15 Uhr gaben wir unser Kanu wieder ab, trennten die trockenen von den nassen Sachen und gingen erst mal duschen. Dann spazierten wir noch mal zum Visitors Center, kauften noch ein paar Postkarten und eine Konserve, die wir abends zusammen mit unseren restlichen Spaghetti warm machten. Nach dem Abendessen haben wir uns mit einer Flasche Westaustralischem Merlot noch ein bißchen rausgesetzt und den Tag revuepassieren lassen, bevor wir uns schlafen gelegt haben.


21. Tag:

Wir standen um 7:00 Uhr auf, verließen Katherine nach dem Frühstück und fuhren zu den Edith Falls. Dort wanderten wir den Round Walk, auch wenn dieser unterhalb der Wasserfälle etwas abenteuerlich verlief; der Weg über das Wasser war offensichtlich in der Wet Season zu einem Teil weggerissen worden. Man mußte an dieser Stelle über einen verbliebenen Stahlträger und einen Baumstamm laufen. Der Walking Track war aber sehr schön und bot immer wieder wundervolle Ausblicke auf die Edith Falls. Trotzdem war diese Wanderung recht anstrengend, denn es war schwül und warm; langsam kamen wir doch in tropische Regionen. Wir gingen noch für ein Weilchen an den unteren Pool und leisteten uns ein Eis am Kiosk. Gegen 12:30 Uhr fuhren wir weiter bis Pine Creek, wo wir vom Gold Mine Lookout einen Blick auf die ehemalige Goldmine warfen. An der Tankstelle ließen wir unsere Gasbottle für den Kocher wieder füllen und aßen einen Meat Pie. Dann sind wir weiter bis Hayes Creek gefahren, wo wir vom Stuart Highway abzweigten, um zu den Douglas Hot Springs zu fahren. Die heißen Quellen sprudeln dort direkt aus der Erde und da, wo das heiße Wasser sich mit dem kalten Flußwasser vermischt, ist die Temperatur zum Baden ganz angenehm. Wir sind dann über die Scenic Drive Route weiter in Richtung Adelaide River gefahren. Auf dem dahin haben wir sogar noch einen großen Schwarm schwarze Kakadus gesehen. Zurück auf dem Stuart Highway sind wir dann bis Darwin gefahren, wo wir erst mal in einen Food Store gegangen sind, um uns etwas für das morgige Frühstück zu besorgen. Dann sind wir zum Shady Lane Caravan Park gefahren, und haben uns einen Powered Site gesichert (A$ 20). Nach einer kurzen Dusche fuhren wir in die Stadt zu Tim´s Surf `N` Turf zum Abendessen. Von unserem letzten Urlaub hatten wir dieses Restaurant noch in guter Erinnerung und freuten uns schon lange darauf. Wir hatten Glück und bekamen auch gleich einen Parkplatz und einen Tisch. Wie schon vor zwei Jahren entschieden wir uns für die Seafood-Platte für zwei Personen (A$ 26) und waren wieder begeistert. Dann sind wir noch eine Runde durch das nächtliche Darwin gefahren, sind entlang der Mitchell Street gebummelt und haben uns die Night Markets angesehen. Zurück auf dem Zeltplatz haben wir uns mit einer Flasche Chardonnay hinter unseren Camper gesetzt und die warme Nacht genossen.


22. Tag:

Wir sind um 7:30 Uhr aufgestanden, haben nach dem Frühstück unsere Taschen gepackt und dann unseren Buschie innen gereinigt, vor allem den roten Staub herausgekehrt, der sich in allen Ecken festgesetzt hatte. Anschließend sind wir in Richtung Stadt gefahren und haben an einer Tankstelle mit Hilfe eines Hochdruckreinigers unseren Camper abgespritzt und, so gut es ging, gesäubert. Die vielen Insekten am Roo-Bar und am Campingaufbau waren aber größtenteils zu hartnäckig. Dann sind wir ins Zentrum gefahren und haben einen Einkaufsbummel auf der Smith Street gemacht, noch ein paar Souvenirs wie Roadsigns und Can-Cooler gekauft. Nach einem kurzen Einkauf im Woolworth sind wir in eine Food-Mall zum Mittagessen gegangen, bummelten anschließend noch ein wenig durch die Straßen und haben uns eine gute Flasche Wein und nach langem Hin- und Herüberlegen auch ein Didjeridoo als Mitbringsel gekauft. Danach fuhren wir zum Flughafen, um schon mal unser Gepäck einzuchecken. Aber unser Flug war noch nicht geöffnet und so haben wir die Taschen und das Didjeridoo in ein Schließfach gepackt, haben dann unseren Camper aufgetankt und sind zu Britz gefahren. Es gab keine Beanstandungen an unserem Buschie und es hat auch keiner nach irgendwelchen Defekten gesucht, vielleicht, weil er so schön sauber war. So hatten wir die Abgabe ziemlich schnell beendet und fuhren mit dem City-Shuttle (A$ 2 pro Person) wieder ins Stadtzentrum. Wir bummelten eine Weile die Smith und die Mitchell Street auf und ab, setzten uns auf einen Kaffee ins Cafe Uno und verbrachten den Rest des Nachmittags am Strand und an der Esplanande. Zum Abendessen wollten wir eigentlich wieder zum Sizzler gehen, aber wir hatten vor einiger Zeit von Michael Stadler den Tip bekommen, in Darwin das Hogs Breath Cafe zu besuchen. Mehr zufällig haben wir dieses gegenüber vom Sizzler entdeckt. Es sah sehr einladend aus und die Speisekarte gefiel uns auch recht gut, also blieben wir hier zum Abendessen und aßen zwei phantastische Steaks. Später sind wir wieder zurück zur Smith Street, wo wir das Kölner Paar wiedertrafen, mit denen wir am Ningaloo Reef schnorcheln waren, und erzählten noch eine ganze Weile. Dabei verging die Zeit recht schnell und so nahmen wir nach einem kurzen Drink im `Salvatores` den City Shuttle zum Flughafen (A$ 18, weil der Flughafen bereits ein Stück außerhalb der Stadt liegt). Dort haben wir uns ein paar lange Sachen angezogen, denn am nächsten Tag hatten wir einige Stunden Aufenthalt in Sydney, wo es ziemlich kühl sein sollte. Wir haben dann unser Gepäck eingecheckt und uns für den Flug von Sydney nach Frankfurt die Plätze in der letzten Reihe reservieren lassen. Um 1:20 Uhr sind wir nach Sydney abgeflogen.


23. Tag:

Gegen 6:30 Uhr kamen wir in Sydney an und mußten zuerst mal unsere Uhren eine halbe Stunde vor stellen. Die für Juni angekündigte hypermoderne Zugverbindung Airport - City war leider noch nicht ganz fertig, also nahmen wir den Airport Shuttle Bus (A$ 10 pro Person für Hin- und Rückweg) bis zum Circular Quay und vereinbarten auch gleich, daß wir dort um 13 Uhr wieder abgeholt werden. Dann liefen wir in `The Rocks`, wo wir in einer Bakery zwei Long Black und zwei Donuts zum Frühstück kauften und uns damit auf eine Bank setzten. Es war noch sehr früh am Morgen und noch nicht viel los in den Straßen. Wir liefen die George Street hinauf und dann hinüber nach Darling Harbour. Dort stiegen wir in die Monorail, fuhren eine Runde und spazierten dann ein wenig durch Darling Harbour, wo allmählich die ersten Geschäfte öffneten. Doreen kaufte sich eine neue Uhr, denn ihre war vor einigen Tagen stehengeblieben und so bot sich die Gelegenheit für ein weiteres schönes Andenken an diese Reise. Dann liefen wir zum Kai, wo der Nachbau von Captain Cook´s `Endeavour` zu besichtigen war, und nahmen anschließend eine Fähre zum Circular Quay (A$ 3,70 pro Person). Dieser hatte sich seit unserem letzten Besuch etwas verändert, an der Uferpromenade waren einige neue Hotels entstanden. Wir gingen noch eine Runde um die Sydney Opera, beobachteten mehrere Gruppen von Bridgeclimbern auf der Harbour Bridge und spazierten dann durch die Royal Botanic Gardens zurück zum Circular Quay. Hier setzten wir uns zum Mittagessen unter die Schirme des Cafe Bianchi und genossen die wärmenden Sonnenstrahlen, die ab und zu die Wolken durchbrachen. Anschließend liefen wir noch eine kleine Runde durch die Stadt, wurden pünktlich 12:55 Uhr vom Airport Shuttle abgeholt und zum Flughafen gebracht. Dort bummelten wir ein wenig durch die Shops am International Terminal, bevor um 15:40 Uhr unsere Maschine nach Singapore startete. Wir kamen ca. 22:00 Uhr dort an und hatten knapp eine Stunde Aufenthalt, was gerade für einen kurzen Bummel durch das Terminal 1 reichte. Auch hier hatte sich vieles verändert; vor zwei Jahren war dieses Terminal offensichtlich gerade neu und es gab kaum ein paar Shops. Heute herrschte hier ein reges Treiben; für eine Fahrt zum Terminal 2, wo sich das Schwimmbad und das Internetcafe befinden, blieb uns aber leider keine Zeit. Mit Verspätung flogen wir dann gegen 23:30 Uhr weiter nach Frankfurt.


24. Tag:

Pünktlich 5:30 Uhr kamen wir in Frankfurt an, mit dem Gepäck dauerte es auch nicht lange und unser Didjeridoo hatte den Flug auch gut überstanden. Beim Zoll gab es ebenfalls keine Probleme; wenn wir gewußt hätten, daß uns niemand kontrolliert, hätten wir ruhig etwas mehr vom australischen Bier und dem köstlichen Wein mitgebracht. Wir fuhren mit der S-Bahn zum Frankfurter Hauptbahnhof, wo keine zwanzig Minuten später ein ICE nach Leipzig fahren sollte. Wir trauten unseren Augen nicht, auf dieser Strecke konnte man bisher nur mit dem InterRegio fahren, und gingen rasch noch zur Auskunft. Die erklärten uns, daß dies ganz neu und erst seit dem Fahrplanwechsel am 28.5. möglich sei. Das allerbeste daran war, daß wir mit unserem Rail & Fly Ticket nicht mal irgendwelchen Zuschlag zahlen mußten. So kam es, daß wir bereits um 10:45 Uhr wieder in Leipzig und um kurz nach 11 Uhr zu Hause waren. Trotzdem schade...die drei Wochen waren viel zu schnell um.



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