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22. Tag: Oslo – Göteborg Langsam neigte sich unser Urlaub dem Ende zu. Ein Grund mehr für uns, es wieder gemütlich angehen zu lassen und keinen Wecker zu stellen. Andreas wachte um 8:15 Uhr als erster auf und weckte nach und nach den Rest der Familie. Nach einem gemütlichen Frühstück packten wir zusammen, leerten die Campingtoilette und die Abwassertanks und füllten ein letztes Mal frisches Wasser auf. Beim Verlassen des Campingplatzes hielten wir noch mal an der Rezeption. Da wir gestern eine ganze Menge Bargeld aus dem Automaten gezogen und letztlich gar nicht so viel gebraucht hatten, verfügten wir an unserem letzten Tag in Norwegen noch über eine ganze Menge Norwegische Kronen und mussten uns daher beim Souvenirkauf nicht zurückhalten… Hier im Shop gab es den singenden Elch, den wir erstmals am Steinsdalsfossen entdeckt und später in verschiedenen Souvenirläden immer wieder gesehen hatten, zum unschlagbaren Schnäppchenpreis. Also schlugen wir heute zu. Anschließend fuhren wir, mit einem überflüssigen Abstecher in eine Sackgasse, zum Holmenkollen.
Wir fuhren über den Ring 3 wieder zur E6, einmal mehr an den wachsamen Kameras der automatischen Mautstation vorbei und verließen Oslo nach Süden. Als wir die letzten Ausläufer der Stadt hinter uns gelassen hatten, waren an einer weiteren Mautstation nochmals 20 NOK fällig, die wir dort aber in Bar bezahlen konnten. Der Regen wurde stärker, Lisa war bald eingeschlafen und Vincent schaute sich wieder einen Film von DVD an. Gegen 14 Uhr erreichten wir Moss und fuhren an einer Raststätte raus, um dort eine Mittagspause einzulegen. Doreen kochte Kartoffeln und Spinat, dazu gab es ein leckeres Lachsfilet und für die Kinder Fischstäbchen und außerdem ein paar Erbsen. Gut gestärkt setzten wir die Fahrt fort, fuhren aber gleich noch mal in den Ort, um eine Möglichkeit zum Einkaufen zu suchen. Wir wollten einerseits alle leeren Flaschen los werden, andererseits noch das Nötigste für die nächsten Tage einkaufen, um uns längere Shoppingstops in Schweden zu ersparen. In einem Einkaufszentrum nahe der Autobahn konnten wir alles zu unserer Zufriedenheit erledigen, nahmen noch zwei Becher Kaffee und zwei Schokowaffeln für die Weiterfahrt mit und füllten mit den letzten Norwegischen Kronen noch einmal den Tank unseres Wohnmobils. Nur zwei 20-NOK-Münzen behielten wir übrig, für den Fall, dass wir nochmals die eine oder andere Mautstelle passieren müssten. Die Fahrt verlief nun zunächst ziemlich ereignislos, bis wir bei Frederickstad an einer Baustelle eine geschlagene Stunde im Stau verbrachten. Vincent vertrieb sich die Zeit mit dem Film ´Ice Age´, Lisa schaute kurz mit, schlief dann aber gleich wieder ein. Kurz vor der Grenze erwartete uns tatsächlich noch eine Mautstation, wo wir für 20 NOK zur Kasse gebeten wurden, gegen 18:15 Uhr waren wir auf schwedischem Boden. Wir wechselten noch einmal den Fahrer, danach ging es auf gut ausgebauter Autobahn mit Tempo 110 km/h weiter. Die Kinder sehen noch einige Geschichten vom kleinen Eisbären und um 20:15 Uhr erreichten wir endlich Göteborg. Wir steuerten ohne größere Umwege den Liseberg Campingplatz an und Lisa und Vincent freuten sich schon über den großen Spielplatz, den man bereits von der Rezeption aus sehen konnte. Dann geschah aber etwas, was wir während des gesamten Urlaubs nicht erlebt hatten: Der Campingplatz war komplett ausgebucht, kein einziger Platz mehr frei. Und das ausgerechnet heute, wo wir so lange gefahren waren. Auf unsere Frage, ob es in der Nähe noch weitere Übernachtungsmöglichkeiten gäbe, wurden wir zum Delsjön Camping geschickt, nur etwa fünf Minuten entfernt. Dieser Platz entpuppte sich als ehemalige Pferderennbahn mit einfachsten Sanitäreinrichtungen und ohne Spielplatz. Uns war nach der vielen Fahrerei aber alles Recht, außerdem hätte es in der Umgebung auch keine weiteren Alternativen gegeben. Der Check-in dauerte recht lang, da es offensichtlich Probleme mit dem Computer gab. Schließlich gaben die Leute an der Rezeption auf, wir bekamen einen Platz zugewiesen und sollten am nächsten Morgen bezahlen. Kurz vor 21 Uhr hatten wir endlich unseren Stellplatz bezogen, spielten mit den Kindern noch eine Weile Ball und zogen uns dann zum Abendbrot ins Wohnmobil zurück. Lisa fand gegen 23:15 Uhr ins Bett, Vincent ging noch rasch Zähneputzen, schlief dann aber auch ganz schnell ein. Für uns gab es noch einen Joghurt und um 0:00 Uhr war auch für uns dieser lange Tag zu Ende. Gefahrene Strecke: 330 km Übernachtung: Delsjön Camping Göteborg (315 SEK)
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