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24. Tag: Rostock – Taucha Das Telefon von Andreas weckte uns ganz sanft um 5:05 Uhr, fünf Minuten später dröhnte auch der Weckruf aus dem Bordlautsprecher, davon hätten wir nicht aus dem Schlaf gerissen werden wollen… Andreas stand gegen 5:15 Uhr auf und ging zum Filmen auf Deck 10. Von dort war bereits der Hafen von Warnemünde zu sehen, deshalb wurde rasch auch der Rest der Familie aus dem Bett geworfen. Wir zogen uns an, packten unsere Tasche und standen um 6:00 Uhr bereits an der Tür zum Autodeck. Bis zum Anlegen vergingen aber noch einige Minuten. Beim Verlassen der Fähre gehörten wir zu den Ersten, die vom Schiff fahren konnten. Daher überholten uns bald eine ganze Reihe Autos, deren Fahrer es offensichtlich besonders eilig hatten. Wir hielten zunächst Ausschau nach einem Parkplatz, weil wir vor allem erst einmal in aller Ruhe frühstücken wollten. Leider war jedoch vorerst keine Rastmöglichkeit zu finden, dann auf einmal war die Autobahn gesperrt und eine Umleitung führte über Güstrow. Über diesen Umweg waren wir nicht besonders glücklich, wir nutzten aber die Gelegenheit und tankten an einer Jet-Tankstelle gleich noch einmal voll. Zurück auf der A19 fuhren wir gleich am ersten Parkplatz wieder raus und machten Pause. Es war gerade einmal 7:00 Uhr, für den Urlaub eigentlich noch keine rechte Frühstückszeit. Vincent aß kaum etwas, denn ihm war ein wenig übel. Daher durfte er bei der Weiterfahrt vorn sitzen und eine CD hören, die ihn etwas ablenken sollte. Doreen und Lisa schliefen hinten gemütlich weiter und so kamen wir schnell voran. Andreas fuhr zügig, denn er wollte zum Mittag auf jeden Fall den Berliner Ring hinter sich gelassen haben. Den nächsten Stopp machten wir erst gegen 12 Uhr an der Raststätte Zörbig. Vincent bekam ein Micky-Maus-Heft und wir fragten nach einer Möglichkeit, unser Brauchwasser zu entsorgen. An der Tankstelle wurden wir zum Restaurant geschickt, dort verwies man uns zurück zur Tankstelle. Also beschlossen wir, es an einer anderen Raststätte nochmals zu versuchen oder notfalls zu Hause einen Campingplatz anzusteuern. Doreen übernahm ab jetzt das Steuer für den Rest der Fahrt. Am Rasthof Leipzig-Nord fragten wir wieder nach einer Entsorgungsmöglichkeit. Nach kurzer Beratung wurden wir zum Trucker-Parkplatz geschickt, wo wir den Inhalt des Tanks einfach auf die Wiese lassen sollten. Das war ganz sicher nicht die eleganteste Lösung, da wir dadurch dort einen etwas strengen Geruch verbreiteten. Wir waren jedoch froh, nicht noch einen Campingplatz ansteuern oder das alles zu Hause in die Kanalisation leiten zu müssen und schließlich hatte uns der Betreiber des Rasthofes diesen Platz zur Entsorgung explizit zugewiesen. Nachdem auch das erledigt war, fuhren wir die letzten Kilometer bis nach Hause, wo wir bereits um 13:00 Uhr ankamen; wesentlich früher, als wir eigentlich erwartet hatten. So konnten wir in aller Ruhe zu Hause Mittagessen kochen und hatten noch jede Menge Zeit zum Ausräumen und Säubern des Wohnmobils, welches wir am nächsten Morgen wieder abgeben mussten. Gefahrene Strecke: 400 km Übernachtung: zu Hause Nun war auch dieser Urlaub schon wieder vorbei; viel zu früh eigentlich, aber das ist ja für gewöhnlich immer so. Norwegen hat uns sehr gut gefallen, das Wohnmobil war für eine Reise mit Kindern wieder die ideale Wahl. Die An- und Abreise per Fähre sowie die Planung der Tagesetappen hatten sich als sehr effektiv und gut machbar erwiesen. Auch wenn wir nur einen kleinen Teil dieses faszinierenden Landes in den gut drei Wochen erkunden konnten, denken wir, durchaus einen repräsentativen Eindruck von Norwegen bekommen zu haben. Campingplätze und Tankstellen waren teurer als erwartet, diese Mehrkosten haben wir aber durch geringere Ausgaben bei der täglichen Versorgung vollständig kompensiert, so dass unser geplantes Budget exakt gestimmt hat. Gern würden wir bei einer unserer nächsten Reisen wieder einmal nach Norwegen fahren, dann vielleicht etwas mehr vom Süden, wie den Lysefjord und Stavanger oder auch vom Norden, wie Geiranger, Trondheim und die Lofoten besichtigen. Skandinavien ist in unseren Augen jedenfalls mehr als nur eine weitere Reise wert und auch wenn es nicht gleich im nächsten Jahr sein wird, irgendwann kommen wir sicher wieder…
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