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Ein Wort zuvor: Florida hat uns als Reiseziel bisher eigentlich nie sonderlich gereizt. OK, Doreen legt neuerdings immer Wert darauf, dass das nicht für uns beide gilt, sie hätte eigentlich schon immer mal nach Florida gewollt. Also sagen wir, es hat Andreas bisher nie besonders interessiert. Verglichen mit anderen Regionen in den USA gibt es, vorsichtig ausgedrückt, verhältnismäßig wenig landschaftliche Highlights und einen Strandurlaub kann man mit deutlich geringerer Anreisezeit auch in Europa haben. Wie kam es dann aber zu einem derartigen Sinneswandel? Nun, das ist größtenteils ein Verdienst unseres Tennistrainers. Der organisiert übers Jahr immer wieder gemeinsame Trainingsreisen, fährt im Winter mit der ganzen Truppe zum kombinierten Ski- und Tennislager in die Alpen, zu Ostern nach Slowenien und bietet seit einigen Jahren auch im Herbst ein Tenniscamp in Florida an. Davon schwärmte er uns immer wieder vor und beglückte uns im Herbst 2012 mit einem entsprechenden Flyer. Die Fakten darin klangen eigentlich ganz interessant: Unterkunft in großzügigem Appartement in einer privaten Anlage in Fort Pierce mit mehreren Tennisplätzen, Swimmingpools und Golfplatz, direkter Zugang zum Strand, inklusive fünf Trainingsstunden auf dem Platz. Alles in allem für runde 100€ am Tag. In den Jahren 2010 und 2011 hatten wir am herbstlichen Sonnetanken im Mittelmeerraum Gefallen gefunden, 2013 lagen die Ferientermine aber so spät, dass in diesen Regionen oft schon das Saisonende eingeläutet wurde. Beste Voraussetzungen also, doch einmal über Florida im Herbst nachzudenken. Schnell waren wir uns einig, dass wir den langen Flug sicher nicht nur für eine Woche Tenniscamp vor Ort in Kauf nehmen. Also streuten wir zwischen den Trainingstagen ein paar Ausflüge ein und planten anschließend noch einen einwöchigen Abstecher nach Miami und Key West. Das Buchen der Flüge gestaltete sich deutlich entspannter, als wir es von unseren bisherigen Reisen kannten; besondere Eile oder der Zwang zu möglichst frühzeitigem Buchen schien hier nicht geboten. Dennoch hatten wir im März 2013 die Direktflüge Berlin - Miami und zurück unter Dach und Fach und fieberten ab diesem Zeitpunkt unserem nächsten USA-Urlaub entgegen... 19.10.2013: Berlin, Berlin, wir fahren nach Berlin Irgendwann hat jedes Warten mal ein Ende. Die Ferien standen vor der Tür, und damit auch der Tag unseres Abfluges. Wir hatten bei der Buchung darauf Wert gelegt, dass wir uns mit zeitigem Aufstehen und Anfahrt zum Flughafen keinen Stress machen mussten. Unser Flug nach Miami sollte am Sonntagmorgen um 9:25 Uhr starten. Deshalb fuhren wir schon am Samstagnachmittag nach Berlin und hatten eine Übernachtung in Flughafennähe gebucht. So standen wir heute ganz normal auf und packten zwischen Frühstück und Mittagessen in aller Ruhe unser Reisegepäck. Alles war problemlos in vier Taschen unterzukriegen, ohne dass wir auch nur annähernd die 23kg-Grenze erreichten. Eine der Taschen polsterten wir sogar vorsorglich noch mit Luftblasenfolie aus, damit sie etwas formstabiler war. Eine Nummer kleiner kam hinsichtlich der zu erwartenden Einkäufe in Florida aber auf keinen Fall in Frage... Gegen 15:30 Uhr starteten wir mit unserem Auto in Richtung Berlin, wo wir nach ca. 1 ½ Stunden ankamen und im Hotel Bongard in Reinickendorf eincheckten. Ohne größeren Aufenthalt fuhren wir gleich wieder los zum Flughafen, um unser Gepäck beim Vorabend-Check-in abzugeben. Hier in Tegel lief das leider nicht ganz so entspannt, wie vor zwei Jahren in Leipzig. Es erwartete uns schon eine respektable Schlange, so dass es schon gut 50 Minuten dauerte, bis wir unsere Taschen los waren und die Bordkarten in den Händen hatten. Außerdem berechnete Air Berlin 10€ pro Erwachsenem für diesen Service. Dafür konnten wir morgen früh aber locker zwei Stunden länger schlafen, da ein Erscheinen eine Stunde vor Boarding-Time mehr als ausreichend war. Und das war es uns auf jeden Fall wert. Zurück am Auto checkten wir im Handy-Navi die Restaurants der Umgebung und einigten uns auf kroatische und internationale Spezialitäten zum Abendessen. Eine Entscheidung, die wir nicht bereuten: Das Restaurant Maestral bot ein angenehmes Ambiente, sehr freundliche Bedienung, riesige Portionen und absolut leckere Speisen zu kleinen Preisen.
Gefahrene Strecke: 210 km Übernachtung: Hotel Bongard, Berlin
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