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Ein Wort zuvor... Sommer 2007: Unsere Kanada-Reise lag fast drei Jahre zurück, die letzten Urlaubsreisen hatten uns zweimal an die Ostsee geführt und in diesem Jahr sollte es in die Lüneburger Heide gehen. Kurz: Das Fernweh meldete sich mit Nachdruck und die Tatsache, dass unser Sohn im nächsten Jahr in die Schule kommen sollte, machte die Dringlichkeit einer für längere Zeit letzten Fernreise außerhalb der Feriensaison nur noch deutlicher. Inzwischen hatten wir aber ein weiteres Mal Nachwuchs bekommen. Unsere Tochter Lisa war jetzt etwa ein halbes Jahr alt, aus unserer Sicht für eine stressfreie Flugreise im nächsten Jahr vielleicht doch noch etwas zu klein. Also berieten wir, was wohl für Eltern und Kinder ein gleichsam interessantes Urlaubsziel sein könnte und kamen dabei recht schnell auf Skandinavien. Auch die Art des Reisens war schnell klar: Wohnmobil mit Kind, damit hatten wir schon sehr gute Erfahrungen. Es wurden Reiseführer und Internet-Foren durchforstet und nach einigem Hin und Her war unser Urlaubsziel für 2008 klar: Norwegen sollte es sein! Es folgte die Anschaffung weiterer länderspezifischer Reiseführer, Berichte und Blogs im Web wurden durchforstet und so entstand Stück für Stück eine Reiseroute, die ohne viele nervig lange Fahrtage einen durchaus repräsentativen Eindruck von Norwegen vermitteln könnte. Zusätzlich kaufte Andreas noch einen kleinen Norwegisch-Sprachkurs auf CD, den er in den folgenden Wochen oft auf seinem Arbeitsweg im Auto hörte und sich so einige Grundkenntnisse aneignete. Im Januar buchten wir das Wohnmobil bei dem Leipziger Familienunternehmen, das wir bereits für unsere ersten Wohnmobilerfahrungen im Frühjahr 2004 ausgewählt hatten. Dadurch waren wir dort Wiederholungstäter, was uns einen entsprechenden Rabatt verschaffte. In den folgenden Monaten wurden noch Details der Reise verfeinert und Anfang Juni war es dann endlich soweit: Das Abenteuer Norwegen konnte beginnen… 1. Tag: Abholung Wohnmobil Hurra, es ist soweit. Die letzten Tage hatten noch einmal ordentlich für Wirbel gesorgt. Zuerst musste Andreas aufgrund einer Sprunggelenkverletzung sportlich etwas kürzer treten und dann zog er sich noch eine heftige Blockierung der Rückenmuskulatur zu. Aber alles kam rechtzeitig wieder ins Lot und auch die Arbeit wurde halbwegs fertig. Umso mehr waren wir jetzt aber wirklich urlaubsreif. Um 14:30 Uhr holten wir Lisa und Vincent aus dem Kindergarten ab und fuhren mit ihnen zur Wohnmobilvermietung. Die Übernahme des gut sieben Meter langen Gefährtes auf Ford-Transit-Basis dauerte mehr als eine Stunde und bescherte uns einige angenehme Überraschungen. Im Gegensatz zu dem Fiat, den wir 2004 bekommen hatten, war hier vieles großzügiger gestaltet und besser durchdacht. Für die Kinder gab es im Heck ein üppiges Doppelstockbett, dessen oberer Teil mit einem Netz gesichert werden konnte. Beim unteren Bett gab es eine Schiebetür, mit der ein Herausfallen verhindert werden konnte. Das Doppelbett im -extra überhöhten- Alkoven war sehr bequem und bot mehr als ausreichend Platz für zwei Erwachsene. Auch sonst gab es eigentlich alles, was man in drei Wochen Campingurlaub brauchen könnte.
Gefahrene Strecke: 10 km Übernachtung: zu Hause
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