29.10.2013: Lazy Day
Nach dem schönen Abend gestern schliefen wir heute lange aus. Erst kurz vor 9 Uhr standen wir auf und stellten fest, dass im Zimmerpreis ein einfaches Frühstücksbuffet enthalten war, an dem man sich bis 9 Uhr bedienen konnte. Andreas zog sich geschwind an, doch als er kurz nach 9 Uhr zur Rezeption kam, war vom Buffet leider schon nichts mehr zu sehen. Also gab es nur Kaffee für uns, den man sich rund um die Uhr kostenlos holen konnte, und Saft für die Kinder. Dazu vertilgten wir die von gestern übrig gebliebenen Donuts aus dem Wal Mart.
Anschließend wollten Lisa und Vincent in den Pool und auch wir genossen eine ganze Weile das erfrischende Nass.
Als wir schließlich in die Gänge kamen, war es bereits nach 12 Uhr. Wir bummelten durch die Straßen, kauften ein paar Postkarten und reihten uns dann für das obligatorische Foto am Southernmost Point in die Schlange der Touristen ein.
Dann liefen wir die Whitehead Street entlang zum Ernest-Hemingway-Haus, das wir aber nur kurz von außen besichtigten.
Stattdessen erfreuten wir uns an den vielen Blüten in den Gärten entlang der Straße, Lisa und Doreen übten sich dabei intensiv in der Makrofotografie...
Vorbei an einigen Häusern mit sehr aufwändiger Halloweendekoration liefen wir in Richtung Lighthouse, um einen Blick von oben auf Key West zu werfen.
Doch als wir dort ankamen, hieß es seitens der Kinder auf einmal, sie wären schon wieder total pflasterlahm, hätten keine Lust, jetzt irgendwelche Treppen hochzusteigen, wollten lieber wieder in den Pool und überhaupt wäre es doch längst Zeit fürs Mittagessen.
Naja, zumindest der letzte Punkt war nicht ganz von der Hand zu weisen. Inzwischen war es 14:30 Uhr und nach dem dürftigen Frühstück hatte sich auch bei uns mittlerweile ein gehöriges Hungergefühl eingestellt. Also bogen wir wieder zur Duvall Street ab und setzten uns dort zum Essen auf die Terrasse eines Seafood Restaurants. Andreas wählte die Grilled Shrimps Platter, Doreen das Mahi Mahi Fillet und die Lisa und Vincent jeweils ein Kids Burger Menu.
Nach dem Essen überlegten wir, was wir mit dem Rest des Tages anstellen sollten. Der Sonnenuntergang am Mallory Square war ja quasi gesetzt. Bis dahin hätten unsere Kinder aber keinesfalls durchgehalten. Deshalb beschlossen wir, ihnen noch etwas Entspannung im Pool zu gönnen und zum Motel zurück zu gehen. Unterwegs besorgten wir noch Briefmarkten im Post Office und vertrödelten nahezu eine Stunde in einem Souvenirshop, wo man seine eigenen Shirts designen konnte. Jeder von uns wollte natürlich eins als Erinnerung mitnehmen und bis alle ihre Auswahl soweit getroffen hatten, war einige Zeit vergangen. So mussten wir uns nun regelrecht sputen, um den Kindern noch ein halbes Stündchen im Pool gewähren zu können. Wir luden inzwischen unsere Einkäufe ab und machten uns ein wenig frisch. Dann brachen wir schon wieder auf zum Mallory Square. Wir gingen direkt zum Pier, um uns einen guten Platz zum Fotografieren zu sichern, bestellten uns ein paar Cocktails und warteten dann auf den Sonnenuntergang. Der war wirklich phantastisch und so saßen wir bis zum Einbruch der Dämmerung dort und genossen die Stimmung.
Anschließend bummelten wir an der Waterfront entlang, wo die meisten Straßenkünstler bereits beim Aufräumen waren. Hier hatten wir offensichtlich so einiges an Show vor dem Sunset verpasst. Überhaupt hatten wir bei weitem nicht alles geschafft, was wir uns für heute vorgenommen hatten. Aber der Familienfrieden war uns wichtiger gewesen und so haben wir wenigstens einen Grund, noch einmal wiederzukommen...
Lisa fand beim Bummeln durch die Straßen übrigens noch einmal fünf weitere Ketten, die sie natürlich mitnahm. Für uns gab es bei Fat Tuesdays noch eine Füllung unserer Cocktailbehälter von gestern. Dazu brauchten wir aber auch wieder eine entsprechende Grundlage, die wir ein einer kleinen Pizzeria nebenan fanden. Danach sahen wir uns noch ein wenig im Hard Rock Café um und Andreas kaufte ein weiteres Shirt. Dann war die Luft bei uns so ziemlich raus. Zumindest Kelly's Caribbean Bar wollten wir uns aber noch anschauen. Diese gehört der Schauspielerin Kelly McGillis (vielen vielleicht als Filmpartnerin von Tom Cruise in "Top Gun" bekannt) und befindet sich in einem historischen Gebäude in der Whitehead Street, in der im Jahre 1927 die PanAm Airline gegründet wurde. Die Bar hat wunderschöne Plätze in einem tropischen Garten und ist ein Geheimtipp für gute (und zur Happy Hour sehr preiswerte) Cocktails. Außerdem gibt es im Gebäude auch einige interessante Requisiten aus den Zeiten der PanAm-Gründung und natürlich aus dem Film Top Gun.
Gegessen und getrunken hatten wir bereits, daher sahen wir uns dort nur ein bisschen um und schlenderten dann müde zurück zum Blue Marlin Motel.
Auf dem Weg zurück zum Motel fand unsere Tochter wieder die eine oder andere, vom Wochenende liegengebliebene Kette, die sie natürlich ihrer Sammlung hinzufügte. Als wir an einem etwas zwielichtigen Schuppen in der Duvall Street vorbei kamen, in dem sich so manche, nicht eindeutig einem bestimmten Geschlecht zuordenbare Gestalten ein Stelldichein gaben, sah Lisa eine Kette an der Tür hängen und wollte diese natürlich auch mitnehmen. Andreas bedeutete ihr aber unmissverständlich, daß sie just dieses Exemplar nicht haben könnte. Eine vor der Tür stehende Drag Queen hatte die Aktion jedoch bemerkt und kam nun auf uns zu. Uns war das erst mal peinlich und wir wußten nicht so recht, wie wir uns verhalten sollten. Aber da lächelte sie/er freundlich, nahm eine der eigenen Kettchen ab und hängte sie unserer Tochter mit Worten "Please, Honey. You´re so cute" um den Hals.
Da konnten wir auch nur noch lachen, bedankten uns und gingen mit hochroten Köpfen weiter in Richtung unseres Motels...
Gefahrene Strecke: 0 km
Übernachtung: Blue Marlin Motel, Key West
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