Unsere Wohnmobilreise durch Südnorwegen




19. Tag: Øyer – Lillehammer

Während der Nacht war der Lärm der Straße und der am anderen Ufer verlaufenden Bahnlinie leider sehr laut zu hören. Um 7:30 Uhr erlöste uns der Wecker, aber wir brauchten mal wieder bis 9 Uhr, um aus den Betten heraus und an den Frühstückstisch zu kommen. Während wir das Wohnmobil abfahrbereit machten, tobten Lisa und Vincent noch ein wenig auf dem Spielplatz umher.

Gegen 11:15 Uhr füllten wir rasch den Frischwassertank auf und verließen dann den Campingplatz. Nach der langen Fahrerei und den vielen Stabkirchen gestern sollte es heute mal wieder eine Attraktion für die Kinder geben. Wir fuhren zum Lekeland Hafjell, einem kleinen Erlebnispark in Øyer. Hier sind zwei Straßenzüge der Stadt Lillehammer aus dem Jahr 1900 in Miniatur (Maßstab 1:4) als Lilleputhammer nachgebildet. Außerdem gibt es eine Reihe von Fahrgeschäften für Kinder sowie eine Menge Spiel-, Mal- und Bastelmöglichkeiten.

     

Unsere Kinder hatten eine Menge Spaß in den kleinen Häusern. Lisa fühlte sich sofort in der Puppenküche wohl und spielte dann im Haus nebenan mit riesigen Legosteinen. Vincent fuhr einige Runden mit einem Elektro-Rennauto und danach sogar mit Lisa zusammen in einem kleinen Taxi. Anschließend ging es zum Herumtollen auf das Hopsefeld und Vincent und Andreas fuhren mit dem Wasserscooter.

       

Schließlich leisteten wir uns ein Eis, bevor wir den Park um 14 Uhr wieder verließen. Doreen kochte im Wohnmobil das Mittagessen, inzwischen machte Andreas im ICA-Markt nebenan rasch einige Besorgungen. Nach dem Essen fuhren wir zurück durch Øyer in Richtung Hunderfossen Familienpark, den wir jedoch bewusst nicht ansteuerten. Ein Erlebnispark sollte genug sein für heute. Stattdessen fuhren wir zum Norsk Vegmuseet, wo es eine interessante Ausstellung zum Thema Straßenbau in Norwegen gab. Das Museum selbst war kostenlos, nur für zwei Becher Kaffee, die wir uns gönnten, zahlten wir insgesamt 10 NOK. Lisa und Vincent hatten eine Menge Spaß in der Spielecke des Museums und mit einigen Vehikeln auf dem Außengelände.

       

Mittlerweile war es bereits 16:30 Uhr, daher ließen wir die umfangreiche Sammlung von Baumaschinen aus mehreren Epochen auf dem Außengelände unbeachtet und fuhren weiter nach Lillehammer. Hier führte uns der erste Weg in den Olympiapark, wo wir gegen 17 Uhr ankamen. Besonders sehenswert sind natürlich die beiden Ski-Sprungschanzen, die hier an den Berg gebaut wurden. Mit einem Sessellift kann man nach oben fahren und den Blick vom Schanzenturm genießen. Leider war dieser Lift absolut nichts für Kleinkinder, also gab es keine Chance, mit Lisa hinauf zu fahren. Daher entschied sich Andreas, mit Lisa in der Kraxe die Stufen hinauf zu steigen. Da Vincent ein wenig Angst vor der Fahrt im offenen Lift hatte, lief er ebenfalls mit die Stufen hinauf, während Doreen die 45 NOK für den Sessellift bezahlte und gemütlich nach oben fuhr. Der Blick von oben war einfach toll und entschädigte auch für die schweißtreibende Treppenorgie.

     
   
     

Als wir schließlich auf den Schanzenturm steigen wollten, waren wir überrascht, dass hier nochmals 15 NOK fällig waren. Im Preis für den Sessellift war diese Gebühr jedoch schon enthalten und als Doreen ihr Ticket vorwies, konnten wir alle ohne weitere Kosten nach oben. So sparten Vincent und Andreas den separaten Eintritt… Abwärts fuhr Doreen wieder mit dem Lift, während Andreas mit den Kindern die Stufen nahm. Um 18:45 Uhr waren wir alle zurück am Wohnmobil und fuhren zum Lillehammer Camping am Mjøsasee.

Nachdem wir uns wegen einiger Sackgassen und Einbahnstraßen etwas verfahren hatten, kamen wir letztlich doch um 19 Uhr dort an. Der Platz war riesig, die Parzellen aber ziemlich klein und eng beieinander. Nachdem wir uns mit unseren Platznachbarn, die wegen der etwas ungewöhnlichen Nummerierung versehentlich unseren Platz belegt hatten, rasch geeinigt hatten, ging Andreas mit den Kindern noch mal auf den Spielplatz. In der Zwischenzeit kümmerte sich Doreen um das Abendbrot. Nach dem Essen brachten wir zunächst Lisa ins Bett, während Vincent weiter an seinen Reiseerinnerungen tippte. Andreas fand auf der Suche nach geeigneten Getränken für den Abend sogar noch eine Flasche Wein, die wir jedoch für den morgigen Abend kalt stellten. Anschließend machte sich auch Vincent bettfertig, durfte aber zuvor noch eine Thomas-Folge von DVD schauen. Um 23 Uhr war für ihn aber endgültig Schlafenszeit. Andreas tippte noch ein paar Zeilen Reisebericht, gegen 23:30 Uhr ging dann aber auch bei uns das Licht aus.


Gefahrene Strecke: 40 km
Übernachtung: Lillehammer Camping (240 NOK)




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