Unsere Wohnmobilreise durch Südnorwegen




3. Tag: Bispingen – Grindstad

Wir haben ausgezeichnet im Alkoven geschlafen und auch die Kinder schienen mit ihren Betten ganz gut zu Recht zu kommen. Gegen 8 Uhr standen wir allmählich auf und holten die Brötchen im Shop ab. Das Wetter war sonnig und so frühstückten wir draußen neben dem Wohnmobil. Dann begann zum ersten Mal unser tägliches Ritual, das sich in den nächsten drei Wochen immer wiederholen sollte: Tisch abräumen und zusammen mit den Stühlen verstauen, Doreen wusch das Geschirr ab, während Andreas mit den Kindern Zähneputzen ging und die Bodum Coffeemaker ausspülte.

Um 11 Uhr bezahlten wir unseren Platz und die Brötchen und füllten an der nahegelegenen Tankstelle noch den Tank des Wohnmobils auf. Dann ging die Fahrt los. Wir erreichten Hamburg, passierten die Stadt durch den Elbtunnel und fuhren weiter über Flensburg bis zur dänischen Grenze, wo wir gegen 13:30 Uhr ankamen. Kontrolle gab es keine und wir beschlossen, den ersten Rastplatz in Dänemark für´s Mittagessen zu nutzen. Der Platz war schön, wir parkten im Schatten und während in der Küche des Wohnmobils Fischstäbchen mit Reis und Mais brutzelten, entdeckten wir sogar einen kleinen Badesee mit Steg. Gegen 15:30 Uhr setzten wir unsere Fahrt fort. Doreen saß am Steuer, Andreas blätterte wieder im ADAC Campingplatzführer und entdeckte, dass der Platz in Billund nahe des örtlichen Flughafens liegt und daher mit entsprechender Lärmbelästigung zu rechnen war. Also suchten wir eine Alternative in nicht allzu großer Entfernung und fanden einen Platz im 15km entfernten Grindstad. Diesen erreichten wir um 17 Uhr und fragten als erstes nach den Zahlungsmöglichkeiten, da wir keinerlei Dänische Kronen hatten. EC- oder Kreditkarten wurden leider nicht akzeptiert, aber Euro wurden zu einem akzeptablen Kurs angenommen. Das ersparte uns immerhin den Gang in die Stadt zu einem Bankautomaten. Wir beantragten hier die Camping Card Scandinavia, die auf den meisten Plätzen in ganz Skandinavien benötigt wird. Dann suchten wir uns einen hübschen Stellplatz, bestellten im Shop Brötchen für den nächsten Morgen und spielten mit Vincent eine Runde Billardgolf.

Anschließend gab es Abendbrot und danach durften sich die Kinder noch auf dem Spielplatz austoben. Besonderes Highlight war hier ein großes Hopsefeld, das von vielen Kindern genutzt wurde und natürlich auch unseren beiden Rackern riesig Spaß gemacht hat. Als die beiden schließlich im Bett waren, gab es für uns noch ein Glas Orangensaft und gegen 23:30 Uhr machten auch wir das Licht aus.
Ach ja, A propos Licht: Wir hatten den Eindruck, dass es hier bereits wesentlich länger hell war, als daheim. Immerhin waren wir etwa 700km nach Norden gefahren, das könnte schon einen gewissen Unterschied ausmachen. Wir waren gespannt, wie sich das in den nächsten Tagen entwickeln würde; bis zur Mittsommernacht fahren wir stetig weiter in Richtung Norden…


Gefahrene Strecke: 350 km
Übernachtung: Aktiv Camping Grindstad (33 €)




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